WERTVOLL -

die Lebensstil-Therapie für Körper, Geist und Seele

 

Zwischen Körper, Geist und Seele besteht eine sehr enge Wechselbeziehung.
Der Mensch ist eine nicht trennbare Einheit aus Körper, Geist und Seele.


Körper, Geist und Seele beschäftigen die Philosophen schon seit uralten Zeiten. Die Griechen glaubten, der Mensch habe eine zweifache Natur – Körper und Seele, die getrennt voneinander existieren könnten. Die (unsterbliche) Seele, so sagten sie, würde beim Tod das Gefängnis des Körpers verlassen. Diese, den Körper degradierende Sicht, ist für falsche Religionen typisch und hat das westliche Denken und auch die Christenheit tiefgehend beeinflusst. Auch wenn die medizinische Wissenschaft heutzutage anerkennt, dass der Geist einen wichtigen Einfluss auf den Körper ausübt, scheint man umgekehrt den Einfluss des Körpers auf den Geist nicht recht wahrhaben zu wollen, besonders unter Psychiatern und Psychologen. Das heißt nicht, dass diese Spezialisten die körperlichen Krankheiten ihrer Patienten nicht beachten würden; aber viele richten ihre Aufmerksamkeit zu wenig auf den Lebensstil ihrer Patienten. Das Gleiche kann man über die massenhaft erscheinenden populären Selbsthilfebücher sagen.


Nach meiner Sicht muss ein vollständiges therapeutisches Programm den Lebensstil berücksichtigen, egal ob die zu lösenden Probleme seelischer, körperlicher oder geistlicher Art sind. Oft ist die Veränderung des Lebensstils der wichtigste und wirksamste Teil der Behandlung.
Die zusätzliche Energie sowie der klare Verstand, die aus einem veränderten Lebensstil resultieren, reichen vielleicht schon aus, um einer Person bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen.

Psychologische Beratung und Therapie sind heute überaus populär, aber leider wird in der Praxis oft übersehen, dass der Lebensstil des Patienten der Hauptfaktor für seine psychischen Probleme sein kann. Würden diese Patienten nur einen wirklich gesunden Lebensstil annehmen, bräuchten viele womöglich keinen Psychotherapeuten mehr. Auch gilt, keine christliche Seelsorge, mag sie noch so biblisch fundiert sein, ist vollständig, solange der Lebensstil außer Acht gelassen wird.

Dass der Glaube die Gesundheit fördern und zur Heilung von Krankheiten beitragen kann, ist in vielen wissenschaftlichern Studien belegt. Aber wie das funktioniert, darüber sind sich Mediziner, Neurologen und Psychologen kaum im Klaren. Vor allem bei der Wirkungsweise von Gebet und Fürbitte tappen sie noch weitgehend im Dunkeln.

as US-Nachrichtenmagazin Time hat verschiedene naturwissenschaftliche Forschungen und Erklärungsversuche im Februar 2009 vorgestellt. Danach wachse die Erkenntnis, dass der Glaube Gesundheit fördere. Regelmäßige Kirchgänger hätten eine niedrigere Sterblichkeitsrate. Menschen, die an einen Gott der Liebe und Fürsorge glauben, kämen mit Krankheiten besser zurecht. Das gelte selbst für Aids-Kranke und Krebs-Kranke. Daniel Hall, anglikanischer Pfarrer und Chirurg am Universitätskrankenhaus von Pittsburgh, hat berechnet, dass regelmäßige Kirchgänger im Durchschnitt zwei bis drei jahre länger leben als Menschen, die nie zur Kirache gehen. Für den Sozialforscher Robert Hummer von der Universität Texas ist das allerdings keine große Überraschung. Religiöse Gemeinschaften zeichneten sich durch größere Freundschaft und gegenseitige Hilfe aus, das verleihe dem Leben Qualität und Stabilität.

Time berichtet auch von Forschungen des Professors für Radiologie, Psychologie und Religionswissenschaften Andrew Newberg von der Univesität Pennsylvania über Religion und Gehirn. In Kürze wird sein Buch „How God Changes Your Brain“ (Wie Gott Ihr Gehirn verändert) erscheinen. Laut Newberg sind Gehirn und Glaube eng miteinander verbunden. Neurologische Forschungen zufolge ist vor allem der Scheitellappen (Parietallappen) Sitz für religiöse Empfindungen, aber auch die Stirnlappen (Frontallappen) sind wichtig, etwa für das Gebet.

Da das Gehirn das Organ des Geistes ist, sind seelische und geistliche Gesundheit von der Gesundheit des Gehirns abhängig. Die christliche Autorin Ellen White schreibt, dass der Heilige Geist (Gottes) nur auf einem einzigen Weg mit uns kommunizieren kann, über unsere Gehirnnerven. Diese Nerven müssen ständig mit Sauerstoff und Glukose versorgt werden, sonst würden sie nur wenige Minuten überleben. Deshalb braucht man ein effektives Transportsystem, um diese grundlegenden Stoffe wie auch eine riesige Anzahl anderer notwendiger Materialien dorthin zu befördern sowie Abfallprodukte und andere potenziell schädliche Substanzen zu beseitigen. Ein guter Zustand des Herzens und der Blutgefäße sowie aller anderen Organe unseres unglaublich komplexen Körpers ist also lebensnotwendig.

Tatsächlich kann alles, was das einwandfreie Funktionieren irgendeines Systems unseres Körpers beeinträchtigt, unserer körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit schaden. Was dagegen die Wirkungsweise des Körpers verbessert, kann auch die geistige Gesundheit steigern. Der Lebensstil ist so wichtig, weil er der Schlüssel zu einem optimalen Funktionieren des gesamten Organismus ist.


WERTVOLL ist ein Lebensstil-Programm, das seinen Ursprung in den USA hat. Im englischen Sprachraum ist es bekannt unter der Bezeichnung NEWSTART®.


WERTVOLL bedeutet, Gesundheit und Vitalität erhalten und wiederherstellen durch die Entdeckung neuer Lebensquellen mit:

  • vollwertiger Ernährung
  • regelmäßiger Bewegung
  • natürlichen Heilmitteln
  • einer vertrauensvollen Lebenseinstellung

Die acht Buchstaben WERTVOLL beinhalten acht natürliche Heilmittel.

Sie sind die Lebensstil-Faktoren, die Körper und Geist gesund erhalten. Der Grundsatz, die Ursachen einer Krankheit herauszufinden und der Natur dabei zu helfen, diese Ursachen zu beseitigen, gilt für mentale Krankheiten ebenso wie für körperliche. Das Akronym WERTVOLL ist dafür eine nützliche Gedächtnishilfe und Checkliste.


W für Wasser
E für Ernährung
R für Ruhe
T für Trimm dich
V für Vertrauen
O ohne Drogen – Mäßigkeit
L für Licht der Sonne
L für Luft


1. Wasser

WERTVOLL beginnt mit Wasser. Es ist lebenswichtig. Wasser ist ein Faktor für geistige Gesundheit. Schwere Dehydration (Austrocknung) hat genauso ernste Folgen wie Hyperhydration („Wasservergiftung“). Eine leichte Dehydration macht das Blut zähflüssiger, wodurch wie gesagt die Versorgung des Gehirns behindert wird. Bereits ein geringer Grad an chronischem Wassermangel trägt dazu bei, die mentale Verfassung leicht niederzudrücken. Deshalb ist es so wichtig, immer genug Flüssigkeit aufzunehmen. Weil wir alle unterschiedlich groß und breit sind, einen individuellen Lebensstil haben und aus verschieden großen Gläsern trinken, gilt als Daumenregel einfach, so viel zu trinken, dass der Urin blass und klar bleibt. Sehr wichtig ist Wasser auch zur Aufrechterhaltung einer normalen Nierenfunktion. Die Nieren benötigen für ihre Entgiftungsfunktion reichlich Wasser. 1-2 Liter täglich wären ideal. Es kann sein, dass Sie einige Wochen Zeit benötigen, bis Sie sich daran gewöhnt haben. Gemeint ist wirklich Wasser und nicht Limonade, Fruchtsäfte oder andere Softdrinks.


Wasseranwendung (Hydrotherapie) kann für die geistige Gesundheit sehr hilfreich sein. Jeder weiß, wie beruhigend ein neutrales Bad wirkt (das Wasser hat dabei Körpertemperatur) oder wie stimulierend es ist, nach einem warmen Bad oder einer warmen Dusche kurz kaltes Wasser über die Haut laufen zu lassen. Bevor wirksame Medikamente aufkamen, wurden solche Methoden sehr weitläufig angewendet. Auch die aufwändigeren Wasseranwendungen in Naturheilkliniken können sehr effektiv sein.


2. Ernährung

Jeder Mensch weiß, dass die Gefühle auf das Verdauungssystem wirken. Stressige Situationen nehmen den Appetit, stoppen die Verdauung im Magen und treiben den Darm an. Weniger bekannt, aber ebenso wahr ist, dass umgekehrt auch das Verdauungssystem den Geist beeinflusst – Gefühle, Urteilsvermögen und Verstand eingeschlossen.
Wieviel essen?

Einer der größten Unterschiede zu den Meinungen vieler moderner „Gesundheitsgurus“ ist die Feststellung, dass „Magen und Gehirn eng verbunden sind“. Hier spielt die Menge der Nahrung eine sehr große Rolle. Wenn unser Geist gesund werden oder bleiben soll, lautet die erste Ernährungsregel, die richtige Lebensmittelmenge zu essen – genug, um den Hunger zu stillen und das richtige Gewicht zu halten, nicht weniger und nicht mehr.

Überessen wirkt direkt auf das Gehirn und macht es träge und schläfrig. Gewohnheitsmäßiges Überessen fördert Depressionen. Auf der anderen Seite ist Lethargie auch ein Anzeichen von Hunger. Nur wenige von uns kennen wirklich Hunger, aber viele Menschen essen nicht genug und eine unangemessene Nahrungsaufnahme kann uns reizbar und unruhig machen.


Wann essen?

Die zweite Ernährungsregel betrifft die richtige Zeit zum Essen. Ein anderer Unterschied zu manchen Ernährungsexperten der Lebensmittel-Industrie ist, dass zwischen den Mahlzeiten oder direkt vor dem Schlafengehen nichts gegessen werden soll.


Gesunder Menschenverstand, allgemeine Erfahrung und bei Menschen in Heilberufen auch die klinische Erfahrung bestätigen diesen Standpunkt. Aber wie steht es mit der Wissenschaft? Es wurde gezeigt, dass Snacks zwischen den Mahlzeiten die Magentätigkeit verlangsamen. Die Nahrung bleibt zu lang im Magen, wodurch sie gären (Fuselalkohol bilden) und schädliche Substanzen entwickeln kann, die den Verdauungstrakt reizen oder in den Blutkreislauf gelangen und das Gehirn benebeln.

Nahrung, die sich zur Schlafenszeit im Magen befindet, wird noch langsamer verdaut und beeinträchtigt einen gesunden Schlaf. Üppiges Abendessen führt bekanntlich zu ziemlich lebendigen und interessanten Träumen. Wer weiß, vielleicht hätten Freud und seine Patienten weniger Träume zu deuten gehabt, wenn sie mit leerem Magen zu Bett gegangen wären!

Auch wenn Skeptiker sich nur schwer davon überzeugen lassen, dass Essen zwischen den Mahlzeiten zur Entstehung mentaler Krankheiten beiträgt, lässt sich kaum leugnen, wie wohltuend ein strukturierter Tagesablauf mit regelmäßigen Zeiten für Essen und Schlafen ist. Die damit verbundene Selbstbeherrschung stärkt die Willenskraft, die wir auch zur Bekämpfung mentaler Probleme brauchen. Wie steht es mit der Art der Ernährung und ihrer Auswirkung auf den Geist?

Lebens-Mittel und Laune ist unter Naturheiltherapeuten ein beliebtes Thema. Lebens-Mittel können sehr effektive Medizin sein, auch begleitend zu Medikamenten oder Seelsorge. Hippokrates hat angeblich gesagt: „Nahrung soll deine Medizin sein, und Medizin soll deine Nahrung sein.“

Einfach nur Nahrung oder Lebens-Mittel?

Man kann wirklich keine bessere Definition der idealen Ernährung für Körper und Geist finden als: „Getreide, Früchte, Nüsse, Kräuter und Gemüse sind die Lebens-Mittel, die unser Schöpfer für uns ausgewählt hat. Das sind wahre „Mittel zum Leben“. Einfach und natürlich zubereitet, sind diese Lebens-Mittel am gesündesten und nährreichsten. Sie geben mehr Kraft, Ausdauer und geistige Leistungsfähigkeit als eine üppige und stimulierende Ernährung mit viel tierischem Eiweiß und Fett.“


Ohne solche Richtlinien wäre die Auswahl der Lebensmittel eher kompliziert, denn jeder Mensch verträgt bestimmte Nahrungsmittel anders. Aber bei allgemein gesundem Lebensstil und guter Ernährung – überwiegend vollwertige, unraffinierte pflanzliche Lebens-Mittel – sind individuelle Unverträglichkeiten viel seltener und unproblematischer. (Hinweis: Ein Mangel an Vitamin B12 kann mentale Probleme verursachen. Wer sich ausschließlich pflanzlich ernährt oder damit beginnt, sollte seinen Vitamin B12-Spiegel im Blut untersuchen lassen und gegebenenfalls ein B12-Präparat einnehmen.)


Darm gesund – Mensch gesund

Dieses Sprichwort bringt es auf den Punkt. Tief im Inneren des menschlichen Körpers pulsiert das Leben in bislang unbekannter Vielfalt. Im Darm wimmeln unzählige Arten von Bakterien, die bisher von Forschern in dieser Vielfalt weder beschrieben noch kultiviert worden sind. Es wurden fast 400 verschiedene Bakterienstämme gefunden.


Darmbakterien machen demnach mindestens die Hälfte aller Zellen des menschlichen Körpers aus. Sie helfen dabei, die Nahrung aufzuspalten und so dem Körper die einzelnen Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Sie fördern den Aufbau und den Erhalt der lebenswichtigen Darmschleimhaut und sind darüber hinaus an der Abwehr von Viren, Pilzen und krankmachenden Bakterien beteiligt. Wird das Gleichgewicht der Darmflora z. B. durch falsche Ernährung oder Medikamente durcheinander gebracht, kann dies zu folgenschweren gesundheitlichen Störungen führen. Darm krank - Mensch krank sollte unbedingt vermieden werden.


Zucker

Für viele Menschen ist Zucker ein Grundproblem. Raffinierter Zucker wird sehr schnell ins Blut aufgenommen, wodurch der Blutzuckerspiegel rapide ansteigt und häufig ebenso schnell wieder abfällt. Die Folgen sind Schwäche, Zittern, Angst, Reizbarkeit und sogar Verwirrtheit. Hoher Zuckerkonsum führt zu Schwankungen des Blutzuckerspiegels, was sich mit Sicherheit nicht positiv auf das Gehirn auswirkt.


Unraffinierte Stärke in Vollkornprodukten und Kartoffeln wird langsam aufgespaltet und aufgenommen und hält den Blutzuckerspiegel konstant. Wenn man Zucker ganz weglässt und mehr stärkehaltige Lebensmittel zu sich nimmt, kann man Probleme mit schwankendem Blutzucker und die damit verbundenen nervösen und mentalen Symptome heilen.


Denken Sie an den „versteckten“ Zucker in Softdrinks, Fruchtsäften, Ahornsirup, Agavensirup, Müsli, Milchprodukten u. a.


Zucker bringt noch andere Probleme mit sich. Er scheint bei einigen Menschen wie ein Suchtkatalysator zu wirken – bei einem Alkoholiker z. B. kann ein süßer Snack einen fast unwiderstehlichen Drang nach Alkohol auslösen. Ein anderes Problem besteht darin, dass Industriezucker, weil er keine Ballaststoffe oder Nährstoffe enthält, nicht sättigt und zu übermäßigem Konsum verführt. Weil dadurch weniger nahrhafte Nahrung verzehrt wird, kommt es zu Mangelzuständen an Stoffen, die für eine optimale geistige und körperliche Gesundheit notwendig sind.


Raffinierte Nahrung

Das Gleiche trifft auf jede raffinierte Nahrung (Industrieprodukte) zu, Pflanzenöl und Margarine eingeschlossen. Es ist besonders wichtig zu wissen, dass Auszugsmehl dem Körper wertvolle Vitamine des B-Komplexes raubt, die eine besondere Rolle in der Funktion von Gehirn und Nervensystem spielen. Man hat herausgefunden, dass psychisch kranke Patienten bei Ernährung ohne ausreichend B-Vitamine ernsthafte Rückschritte machen. Unraffinierte, vollwertige Getreideprodukte sollten deshalb ein Grundnahrungsmittel sein, will man ein gesundes Urteilsvermögen und Selbstbeherrschung haben.


Fett

Zu viel Fett ist für die geistige Gesundheit ebenso schädlich wie zu viel Zucker. Eine hohe Fettzufuhr, besonders wenn tierisches Fett aus Fleisch enthalten ist, macht das Blut zähflüssig und den ganzen Kreislauf träge. Dadurch ist der Sauerstofftransport zum Gehirn nicht mehr so effektiv, und das Denken fällt schwerer. Über die Jahre entstehen ernsthafte Probleme, denn in den Arterien (auch denen, die das Gehirn versorgen) werden fettige Substanzen abgelagert. Die Folge sind verringerte geistige Leistungsfähigkeit, fortschreitende Demenz durch kleinere Schlaganfälle oder ein schwerer Schlaganfall. Hoher Zuckerkonsum verschlimmert den Schaden noch.


Reduzieren Sie Fett und achten Sie auf die Cholesterinwerte. Das gilt für tierische Fette, für pflanzliche Fette, die industriell gefertigten Fette und Öle (wie z. B. Margarine, Bratfette, Bratöle usw.). Viele davon beinhalten unverträgliche Transfette.


Nehmen Sie besser Nüsse oder ölhaltige Samenkörner (Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne u. a.) oder manchmal auch etwas Butter.


Fleisch

Und wie steht es mit Fleisch? Fleisch besteht hauptsächlich aus Protein und Fett. Der Brennstoff für das Gehirn sind jedoch Kohlenhydrate. Die Verdauung von Protein bedeutet für Herz, Leber und Nieren zusätzliche Arbeit. Fleisch enthält eine ganze Anzahl von Stoffen, die das Nervensystem reizen und stören. Fleisch ist kein Stück Lebenskraft.


Robert McCarrison, einer der Begründer der Ernährungswissenschaft, erforschte die Wirkung der Ernährung auf das Verhalten. Er fand heraus, dass die verschiedenen ethnischen Gruppen, mit denen er arbeitete, zu unterschiedlichen Wesenszügen neigten – einige waren aggressiv, andere passiv. In einer sorgfältigen Studie fütterte er Laborratten mit der Nahrung dieser Gruppen und stellte fest, dass die Ernährung enorme Auswirkungen auf das Verhalten der Tiere hatte und die Wesenszüge zum Vorschein brachte, die er auch beim Menschen wahrgenommen hatte.


Eine überwiegend pflanzliche Ernährung erzeugte friedliche Ratten, viel Fleisch und raffinierte Nahrung aggressive Ratten. Eine Gruppe von Ratten erhielt die damals typische Ernährung eines britischen Arbeiters: Fleisch, Weißbrot und zerkochtes Gemüse. McCarrison, selber Brite, meinte, diese Ratten würden genau die britische Arbeitermentalität widerspiegeln – rau, bestimmt und dennoch irgendwie beschränkt.


Lebensmittel-Zusatzstoffe

Dazu gehören u. a. Geschmacksverstärker (Glutamat), Konservierungsstoffe, Aromastoffe, Farbstoffe. Achten Sie auf die Angabe der Zutaten auf den Packungen und meiden Sie alles, was diese Zusatzstoffe enthält.


Denken Sie immer daran, Lebensmittel-Zusatzstoffe werden von der Lebensmittel-Industrie eingesetzt, um die technische Verarbeitung und Herstellung von Nahrungsmitteln zu erleichtern sowie Geschmack und Aussehen zu verbessern. Das gilt besonders für die Herstellung von Fertignahrung wie Convenience-Produkte und Fastfood. Lebensmittel-Zusatzstoffe sind außerdem billiger als natürliche Gewürze und Kräuter. So können aus billigen und minderwertigen Grundstoffen wohlschmeckende und optisch gut aussehende und angenehm riechende Nahrungsmittel hergestellt werden.


Kennen Sie den Trick mit Hefe, Hefe-Extrakt, Gemüse-Extrakt, Tomatenkonzentrat oder Soja-Eiweiß? Darin ist von Natur aus Glutamat enthalten. Wer diese Stoffe einsetzt braucht Glutamat (Geschmacksverstärker) nach dem Gesetz nicht zu deklarieren.


Die Risiken für die Gesundheit durch zahlreiche Lebensmittel-Zusatzstoffe werden seit Jahren diskutiert. Besonders Geschmacksverstärker und Farbstoffe stehen sehr hoch in der Kritik. Informieren Sie sich im Internet oder mit Hilfe entsprechender Literatur. Sie werden überrascht sein über die Fülle der negativen Beurteilungen.


Beachtliche Veränderungen

Es gibt zahlreiche Erfahrungsberichte über die fast wundersamen Auswirkungen einer Ernährungsumstellung bei Schulkindern, Studenten, Arbeitern und interessanterweise auch bei straffälligen Jungen. Vor etwa 25 Jahren veröffentlichte der Kriminologe Alexander Schauss seine Entdeckungen über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und dem Verhalten straffälliger Jungen. Wenn die zuckerreiche, raffinierte Nahrung der Jungen durch gesunde, unraffinierte Pflanzennahrung ersetzt wurde, besserte sich ihr Verhalten spektakulär.


Bei Schulkindern wurde schon oft gezeigt, dass gute Ernährung oder auch nur ein regelmäßiges Frühstück Noten und Verhalten bessern. Auch Alkoholiker und Drogenabhängige sprechen auf Ernährungstherapien gut an.


Beobachten Sie Ihre Essgewohnheiten und nehmen Sie systematisch notwendige Korrekturen vor. Vergessen Sie aber nie: Essen sollte auch Lebensfreude beinhalten.


3. Ruhe – ein Geheimnis


Vermeiden Sie Ablenkung durch Fernsehen, Radio usw. In der Stille und in der Zeit der Besinnung können Sie neue Kraft schöpfen. Vielleicht müssen Sie sich erst an einige stille Minuten gewöhnen. Das kann Übung erfordern. Bald werden Sie spüren wie Sie in der Stille regenerieren. Es ist bekannt, dass Schlaflosigkeit sowohl Ursache als auch Folge von Depressionen ist. Schlaflosigkeit kann die Folge von Koffein sein, anderen Drogen, Nikotin, einem vollen Magen zur Schlafenszeit, Bewegungs- und Sauerstoffmangel, unregelmäßigem Tagesablauf, Schichtarbeit usw. Schlafmangel kann bei gesunden Menschen Halluzinationen und sogar Psychosen hervorrufen. Regelmäßige Zeiten für Ruhe und Schlaf sind für mentale Gesundheit ein absolutes Muss. Dazu gehört auch der wöchentliche Ruhetag. Wie oft hören wir gestresste, überarbeitete Menschen sagen, dass nur noch der wöchentliche Ruhetag sie noch „am Leben erhält“. In einem Spaß steckt oft viel Wahrheit! Feiertage bzw. Ferien sind für die Gesundheit ebenso wichtig, und die jährlichen Feste, von denen uns schon die Bibel berichtet, geben uns dafür ein gutes Beispiel.


4. Trimm dich - Bewegung

Ein weiteres Heilmittel, die Bewegung, ist für die mentale Gesundheit ebenso wichtig wie Ernährung. Bewegung erhöht die Sauerstoffmenge im Blut und verbessert den Fluss des Blutes zu den Zellen des Körpers. Damit kann man das Wohlgefühl erklären, das die meisten nach einem guten Spaziergang oder Fitnessprogramm erleben. Wir sind optimistisch, und Ängste werden abgebaut. Weiterhin regt Bewegung das Gehirn zur Produktion von Endorphinen an (natürliche, körpereigene Antidepressiva und Beruhigungsmittel) – eine Erklärung für das häufig festgestellte Hochgefühl bei Joggern.

Das Nationale Institut für mentale Gesundheit in den USA hat einiges darüber herausgefunden, inwiefern wir von Bewegung profitieren. Neben dem allgemeinen Nutzen für psychische Gesundheit und Wohlergehen zählen dazu auch die kurzfristige Linderung von Stress, Angst und Druck sowie langfristig die Verbesserung von mittelschweren Depressionen, Muskelverspannungen und Stresshormonen. Andere Forschungen zeigen verbesserte Gedächtnis- und kognitive Leistungen bei Personen mittleren Alters und älteren Menschen. Eine Studie verglich die Wirkung eines 15-minütigen flotten Spaziergangs mit einer sehr bekannten Beruhigungstablette. Die Wirkung des Spaziergangs war stärker und hielt länger an.

Bewegung an frischer Luft und Sonnenlicht (nicht unbedingt Sonnenschein) wirkt noch viel besser. Frische Luft, besonders in Parks und Blumengärten, im Wald, in der Nähe von Seen und Wasserfällen sowie auch im Regen enthält negativ geladene Ionen, die im Gegensatz zu den meist positiv geladenen Ionen der Innenluft kräftigend wirken. Sonnenlicht fördert die Produktion von Endorphin. Jüngste Forschungen haben gezeigt, dass Bewegung besser und dauerhafter die Stimmung anhebt, wenn sie mit nützlicher Arbeit, z. B. im Garten verbunden wird. Das spielt gerade für die Behandlung von psychisch Kranken eine Rolle und bewahrheitet in interessanter Weise, was der gesunde Menschenverstand uns sagt.


Bewegung ist ein wahrer Jungbrunnen. Bewegung ist Therapie ohne Psychotherapeut und kostet nichts. Bewegung „bläst den Staub aus dem Gehirn“ und wirkt sich positiv auf die Gehirnfunktionen aus.



5. Vertrauen

Mäßigkeit, Ruhe und Vertrauen in Gottes Weisheit sind eng miteinander verbunden. Der Mensch ist eine fein abgestimmte Einheit aus Geist, Seele und Körper. Viele Menschen meinen, die Bibel enthalte nur religiöse Botschaften. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Gott möchte, dass wir gesund und glücklich sind. Unsere Lebensqualität ist ihm sehr wichtig. Es geht also nicht um Einschränkungen, sondern um die Bereicherung des Lebens bezüglich Qualität und Quantität.

Viele wissenschaftliche Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen Glauben und der Stärkung der Immun- und Selbstheilungskräfte des Körpers hin. So hat sich herausgestellt, dass die Genesungszeit bei Personen mit persönlichem Glauben kürzer ist als bei solchen, denen dieser Glaube mangelt. Dem gegenüber stellt der Verlust der Glaubensüberzeugung einen Stressfaktor dar, der in seiner Stärke sonst nur durch den Tod des Ehepartners erreicht wird (nach Holms und Rahe). Auch ein negatives (falsches) Gottesbild und Werteverlust sind Faktoren, die das Immunsystem schwächen.

Hier mag die Frage aufkommen, wie Glaube wohl auf das Immunsystem einwirken kann. Die neue Forschungsrichtung der Psychoneuroimmunologie (die Erforschung der Einflüsse der Psyche über das Nervensystem auf das Immunsystem) hat klargelegt, dass das Nervensystem und das Immunsystem auf das Engste miteinander verknüpft sind. Gedanken und Glauben beeinflussen unsere Abwehrkräfte. Vertrauen allgemein sorgt für seelische Ausgeglichenheit und stärkt das Immunsystem, genauso wie Humor.

Jesus, der Sohn Gottes, nahm sich während seines Lebens auf dieser Erde bemerkenswert viel Zeit für körperlich leidende Menschen, linderte Schmerzen und heilte Kranke. Der Körper ist eine der drei tragenden Säulen des Lebens.

Das Wissen darüber, dass Gesundheit ein Geschenk Gottes ist und dass Heil (biblisch: Rettung aus der Gottes-Verlorenheit) wichtiger ist als Heilung, hilft uns, auch das Ausbleiben von Heilung zu akzeptieren. Auf Geschenke hat man weder Anrecht noch Anspruch. Wir stehen im Falle von Krankheit nicht unter einem Erfolgszwang, gesund werden zu müssen. Auch als Kranke, vielleicht unheilbar Kranke, dürfen wir uns von Gott angenommen und getragen wissen. Er ist auch im Leid anwesend.

Krankheit darf nicht mit fehlendem oder ungenügendem Glauben, mit Gottesferne oder verfehltem Leben gleichgesetzt werden. Wenn die Gesundheitsbotschaft der Bibel richtig verstanden wird, so hat sie eben nicht nur eine präventive und heilende Wirkung, sondern auch eine supportive, eine unterstützende Wirkung. Krankheit kann nicht nur vorgebeugt oder geheilt, sondern auch besser durchlitten werden.


Gesunde Beziehungen sind ein weiterer wichtiger Faktor für geistiges und seelisches Wohlbefinden. Zahlreiche Studien belegen, dass Liebe in der Familie – eine liebevolle Beziehung zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Freunden – viele negative Einflüsse abwehren kann, die sich in späteren Jahren verhängnisvoll auswirken würden. In einer liebevollen Beziehung wird niemals mit Liebesentzug gedroht. Liebe ohne Vorbedingungen zeigt Liebe mit Gesten, Worten und ihrem Verhalten.

Jeder Mensch braucht jemand, zu dem er Vertrauen hat. Misstrauen und Angst führen in eine Sackgasse. Gottvertrauen befreit zu einem neuen Lebensstil, bewirkt Gelassenheit, hilft angstfrei zu leben und dazu, uns die nötige Ruhe und Besinnung zu gönnen, um geistig und körperlich wieder aufzutanken. Bitte beachten Sie in der Kategorie „Links“ die Adressen von Anbietern weiterführender Ernährungs- und Gesundheitsseminare.


6. Ohne Drogen - Mäßigkeit

bedeutet Selbstbeherrschung in allen Bereichen. Sie kann in ihrer Bedeutung für mentale und psychische Probleme nicht überbetont werden, da sie immer ein wesentlicher Teil des Heilungsprozesses ist. Enthaltsamkeit als Heilmittel schließt zudem ein, sich von schädlichen Stoffen fernzuhalten. Lassen Sie uns deshalb einen Blick auf einige Gifte werfen, die so viele Menschen freiwillig konsumieren.


Alkohol

schädigt den Geist ganz offensichtlich: Bei Exzessen kommt es zu Alkohol-Psychosen und Alkohol-Demenz. Moderne Methoden zeigen, dass bei starken Alkoholikern die Großhirnrinde schrumpft, die Nervenzellen zerstört werden und die Aktivität in diesen Bereichen abnimmt. Bei starken Trinkern ist der allgemeine geistige und moralische Abbau unübersehbar. Aber wie steht es mit eher moderatem Alkoholkonsum? Schon zwei Drinks pro Woche können das Denkvermögen beeinträchtigen, was noch mindestens 24 Stunden nach dem letzten Glas messbar ist.


Nikotin

Dass Nikotin süchtig macht und der Entzug nervöse Anspannung verursacht, wurde früher geleugnet, ist nun aber allgemein anerkannt. Weil die nächste Zigarette die Symptome wieder lindert, glaubt man fälschlicherweise, Tabak würde die Nerven beruhigen. Die moderne Forschung scheint noch ganz andere Abgründe der Wirkung von Nikotin aufzutun.

Ist die Tatsache, dass psychiatrische Patienten so viel rauchen, Ursache oder Folge? Oder rauchen sie einfach nur, weil sie nichts Besseres zu tun haben? Gegenwärtig wird ernsthaft die Möglichkeit erwogen, dass Tabak psychische Krankheiten einschließlich Schizophrenie auslösen kann. Bis vor kurzem meinte man, Raucher würden weniger an Alzheimer erkranken, ohne zu bedenken, dass sie womöglich einfach nicht lange genug leben, um diese Krankheit zu entwickeln.

Diese Meinung wird heute nicht nur bezweifelt; einige Forscher glauben sogar, dass Nikotin direkt zur Entstehung von Alzheimer beiträgt.


Koffein

Die Gesundheitsexpertin und Autorin Ellen White sprach und schrieb vor 110 Jahren bereits von einer toxischen und depressiven Wirkung von Koffein. Es ist eine bewusstseinsverändernde Droge, die Nikotin sehr nahe steht und ebenso abhängig macht. Patienten mit psychischern Krankheiten trinken im Durchschnitt viel mehr Kaffee als die meisten Kaffeetrinker, und es stellt sich die gleiche Frage über die Rolle des Kaffees bei der Entstehung mentaler Erkrankungen (besonders Depressionen) wie bei Nikotin. Kaffee ist ja bekannt für körperliche „Angst“-Symptome wie Zittern, schnellen Herzschlag, Herzklopfen, ein Gefühl böser Vorahnung, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit usw.

Zusätzlich senkt Koffein die Schmerzgrenze, kann Kopfschmerzen und ein ganze Reihe anderer Befindlichkeitsstörungen auslösen. Bevor man Beruhigungsmittel gibt, sollte man immer nach dem Koffeinkonsum fragen. Das Gleiche gilt für die Schmerzbehandlung. Es gibt viele Menschen mit Schlaflosigkeit und Angstzuständen, die geheilt wurden, als sie kein Koffein mehr zu sich nahmen, desgleichen Patienten mit Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und anderen schmerzhaften Zuständen.


Drogen

Drogen, sogar die weithin verwendeten „sanften Drogen“, stellen kurz- wie langfristig eine ernsthafte Gefahr für die geistige Gesundheit dar. Weniger bekannt sind die psychischen Auswirkungen vieler weitläufig verwendeter und verschriebener Drogen. Zu den Drogen unserer Zeit können auch Fernsehen, Internet, Mobiltelefone, rhythmische und emotional stimulierende Musik, Esoterik, Aromastoffe, Geschmackverstärker, Alkohol, Nikotin gehören, also alles, was unser Gehirn, unser Denk- und Urteilsvermögen, unsere Entscheidungsfähigkeit manipuliert oder (auch unbewusst) ausschaltet.


Medikamente

Nehmen Sie z. B. Medikamente gegen Allergien, Herzkrankheiten, hohen Blutdruck, Schlaflosigkeit und viele andere Leiden? Auf der Liste der Nebenwirkungen stehen häufig unter anderem Lethargie, Depressionen und Verwirrtheit. Andere Medikamente können Albträume und Halluzinationen hervorrufen.

Zum Glück sind diese dramatischen Nebenwirkungen selten, aber die Langzeiteinnahme solcher Medikamente kann zu mentalen und emotionalen Problemen beitragen. Wo immer möglich sollte man degenerative Probleme daher lieber mit einem veränderten Lebensstil heilen, statt sie durch Medikation lediglich im Zaum zu halten.

Eine Anmerkung zur medikamentösen Behandlung psychischer Probleme: Die Wirkung von Medikamenten ist nicht immer so, wie man es sich wünscht. Viele können abhängig machen, und natürlich haben sie auch direkt oder indirekt Auswirkungen auf Vernunft, Urteilsvermögen, geistige und körperliche Motorik und den Willen des Menschen. Das heißt nicht, dass sie niemals verwendet werden dürfen. Grundsätzlich sollte aber zuerst alles Mögliche im Bereich des Lebensstils und natürlicher Heilverfahren unternommen werden. Medikamente sind mit Vorsicht und Respekt zu gebrauchen.

Bevorzugen Sie milde pflanzliche Mittel wenn Sie eine Unterstützung benötigen. Heil- und Gewürzpflanzen bieten oft eine natürliche Alternative. Hier ist ebenfalls auf evtl. Nebenwirkungen zu achten. Auch die Bibel berichtet über zahlreiche Pflanzen, Früchte und Samen, die als Heilmittel oder zur Ernährung empfohlen werden oder in anderem Zusammenhang genannt sind. Dazu gehören Safran, der Olivenbaum, Lorbeer, Feigen, Granatapfel, Apfelbaum, Hirse, Gerste, Flachs (Leinsamen), Lauch, Minze, Ysop, Zichorie, Weiden, die morgenländische Platane, Schilf, Sennabusch, Wermut, Brennnessel, Brombeere, wilder Kürbis, Weihrauch, Rizinus, der Balsambaum, Hennastrauch und andere.

So kann z. B. die Substanz Safranal im Safran eine depressive, niedergedrückte Stimmungslage hin zu Harmonie und Ausgleich beeinflussen. Leinsamen hat eine heilende Wirkung auf Magen und Darm. Feigen unterstützen die Darmfunktion und enthalten viel Kalium. In Granatäpfeln (besonders in der Schale) sind hochwertige Antioxidantien in hoher Konzentration enthalten. Die Boswelliasäuren im Weihrauch haben eine entzündungshemmende Wirkung. Weihrauch wird bei Gelenkentzündungen, rheumatischen Erkrankungen und bei verschiedenen Tumorerkrankungen begleitend eingesetzt. Die Liste ließe sich „endlos“ fortsetzen.


7. Sonnenlicht

hat eine ganze Liste nützlicher Wirkungen auf Körper und Geist. Eine der wichtigsten hängt mit dem Hormon Melatonin zusammen, das als Reaktion auf Sonnenlicht im Gehirn produziert wird und das Gleichgewicht von Schlaf- und Wachphasen beeinflusst. Helles Tageslicht sorgt für die Produktion von Melatonin, das dann während der dunklen Stunden für guten Schlaf sorgt. Darum sind ein regelmäßiger Tagesablauf und natürliches Licht so wichtig. Ein erstes Anzeigen für seelisches Ungleichgewicht kann sein, wenn der Schlaf-Wach-Zyklus gestört ist und man „die Nacht zum Tage macht“. Diesen Zyklus wiederherzustellen, also wach zu sein, wenn es hell ist, und bei Dunkelheit zu schlafen, ist ein wichtiger Schritt zur Heilung, sogar bei schweren psychischen Erkrankungen.

Ideal ist, Sonne und Bewegung zu verbinden. Und nicht vergessen: Lassen Sie auch Sonne in Ihr Herz.


8. Luft / Sauerstoff / Atmen

Frische Luft und Sonnenlicht sind, wie schon erwähnt, eng mit Bewegung verbunden. Frische Luft ist ein unverzichtbarer Heilfaktor. Wo heute so viele Menschen in einer verschmutzten Stadtumgebung leben, sollte man umso mehr auf Frischluft achten, so gut es eben möglich ist. Man kann z. B. Hauptverkehrszeiten meiden oder sich an Orten aufhalten, wo Bäume und Pflanzen sind. Es ist auch wichtig, Schadstoffe in den Innenräumen zu minimieren. Nicht nur Tabakrauch, auch Aerosole und synthetische Materialien (auch Duftstoffe in Putz- und Waschmitteln, Parfüm) erzeugen Dämpfe, die dem Gehirn schaden.

Alle Funktionen des Organismus sind vom Sauerstoff abhängig. Er unterstützt die Zerstörung von Keimen und fördert die Widerstandskraft der Zellen gegen Infektionen. Jede Zelle im Körper ist auf eine ununterbrochene Sauerstoffzufuhr angewiesen. Den Transport übernimmt das Blut. Ist die Sauerstoffversorgung der Zellen gestört, treten gesundheitliche Störungen oder sogar Krankheiten auf. Führen Sie täglich am offenen Fenster oder im Freien einige Atemübungen durch. Die Luft tief einatmen, bis 20 zählen, dann ausatmen und dabei langsam bis 10 zählen. Machen Sie diese Atemübung 15 – 20 mal täglich. Sie fühlen sich körperlich und geistig deutlich frischer.

Ein offenes Fenster nachts beim Schlafen sorgt für frische Luft und den nötigen Sauerstoff. Lüften Sie Ihre Wohnung regelmäßig und gönnen Sie sich täglich einen Spaziergang von mindestens 15 – 30 Minuten in natürlicher Umgebung.


Kim Robertis

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Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers. Knieschmerzen, Gelenkschmerzen und Rückenschmerzen sind oft eine Folge mangelhafter Bewegung, vorzeitigen Verschleisses oder gar Überbeanspruchung. Sprechen Sie mit ausgebildeten Therapeuten und Orthopäden über gezielte Übungen zur Stabilisierung Ihres Körpers.