Durch unsere heutigen Lebensgewohnheiten, unser verändertes Verhalten und verschiedene Umweltfaktoren, Über- und Fehlernährung, zu wenig Bewegung, Rauchen, Alkohol, Umweltgifte, können die Körperzellen zunehmend verschlacken und es können sich sogenannte Zivilisationskrankheiten entwickeln.
Folgende Krankheiten werden dabei fast immer genannt:
Herz- und Gefäßkrankheiten, Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck, Cellulitis, Übergewicht, Allergien, Gicht, bestimmte Krebsarten (Lungen-, Darmkrebs).
Sind Rheuma, Gelenk- oder Rückenprobleme vorhanden, ist auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu achten. Stellen Sie Ihre tägliche Ernährung darauf ab und geben Sie vollwertigen, glutenfreien und säurearmen Lebensmitteln den Vorzug. Übergewicht belastet Gelenke, Muskeln und Wirbelsäule zusätzlich. Wenn Sie Übergewicht haben, sollten Sie mit Hilfe von Bewegung, und entsprechender Ernährung ihr Gewicht langsam reduzieren.
Neben einer Veränderung des Lebensstils kommen der Ausleitung und Entgiftung eine erhebliche Bedeutung zu. Dies kann erreicht werden u. a. durch Anregung des gesamten Stoffwechsels (z.B. durch Bewegung an der frischen Luft) und durch die Ausscheidungsförderung über Haut (Schwitzen, Baden), Lunge (verstärktes Atmen beim Sport), Darm und Niere.
Folgende Kräutermischung kann Entschlackung, Ausscheidung und Entwässerung sinnvoll unterstützen:
Anregung des Stoffwechsels: Artischocke, Enzian, Gletscher-Edelraute, Löwenzahn, Rhabarber, Rettich, Wacholder
Entschlackung und Ausscheidung: Anis, Aloe, Chinarinde, Chlorella, Gletscher-Edelraute, große Klette, Löwenzahn, Rettich, Wacholder
Entwässerung: Fenchel, große Klette, Löwenzahn, Rettich, Wacholder
Aloe (Aloe vera L.)
Stammt ursprünglich aus Afrika und Madagaskar. Schon die Ägypter entdeckten die Heilkraft der Aloe und verwendeten kühlendes Gel der Blätter zu Behandlung von Wunden.
Auch die Klosterheilkunde setzte die Pflanze schon früh als Mittel gegen Magen- und Darmbeschwerden ein. Innerlich verwendet wird der eingedickte und getrocknete Saft aus den Blättern. Er enthält unter anderem Anthrachinone, sowie Polysaccharide (Acemannan)und Salicylsäure, Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Saponine, Aminosäuren.
Der Aloe werden folgende Eigenschaften zugeordnet:
Abführend, schmerzlindernd, abwehrsteigernd, antiviral, antibiotisch, antimykotisch
Aloe kommt zum Einsatz bei Verstopfung, Verdauungsproblemen, zur Verbesserung der Darmflora, zur Aktivierung des Immunsystems
Anis (Pimpinella anisum L.)
Stammt ursprünglich aus Asien und den südöstlichen Mittelmeerländern. Kam durch Mönche in die Klostergärten und damit zu uns. Verwendet wird die Frucht (im Volksmund Samen). Sie enthält unter anderem Anisöl mit einem besonderen Anteil an Anethol. Anis ist auch bekannt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Dem Anis werden folgende Eigenschaften zugeordnet:
Schleimlösend, krampflösend, antibakteriell, steigert die Produktion von Speichel und Magensaft, verdauungsfördernd
Anis kommt zum Einsatz bei Verdauungsproblemen, Blähungen und zur Ver-besserung der Magenentleerung. Bekannt sind auch Anwendungen bei Kopf-schmerzen, Übelkeit und Herzklopfen im Zusammenhang mit Magenproblemen.
Artischocke (Cynara scolymus L.)
Kam aus dem nördlichen Afrika nach Europa. Benötigt mildes Klima. Ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften waren bereits bei den Ägyptern, Griechen und Römern bekannt. Verwendet werden die Blätter. Sie enthalten zahlreiche Flavonoide und einen hohen Anteil Bitterstoffe. Als Gemüse (Artischocken-Herzen) zubereitet verlieren sie den therapeutischen Effekt.
Der Artischocke werden folgende Eigenschaften zugeordnet:
verdauungsfördernd, cholesterinsenkend, blutreinigend, regen den Stoffwechsel von Leber und Galle an. Die Artischocke kommt zum Einsatz bei Verdauungsstörungen, Leberstoffwechsel-störung, Fettstoffwechselstörungen. Der Bitterstoff Cynarin soll eine leberschützende Wirkung haben.
Chinarinde (Chinchona calisaya Wedd.)
Ursprünglich aus den nördlichen Bergregionen Südamerikas. Der Name Chinarinde hat nichts mit China zu tun. Er kommt vermutlich aus dem indianischen Wort „Quechua“. Die bedeutet so viel wie „Rinde der Rinden“. Die botanische Bezeichnung geht vermutlich auf die erfolgreiche Heilung der Gräfin von Cinchon. Sie war die Gattin des spanischen Vizekönigs von Peru.Verwendet wird die Rinde des Chinarindenbaums. Sie enthält die Alkaloide Chinin und Chinidin.
Der Chinarinde werden folgende Eigenschaften zugeordnet:
Fiebersenkend, schmerzstillend, krampflösend
Sie wird eingesetzt bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen.
Chlorella (Chlorella pyrenoidosa)
Diese Süßwasser-Alge ist sehr weit verbreitet und wird auch gezielt ökologisch kultiviert. In der Alternativmedizin wird Chlorella häufig als Mittel zur Schwermetall-ausleitung angewendet. Bekannt ist die Verwendung begleitend zur Amalgam-Entfernung.
Der Chlorella werden folgende Eigenschaften zugeordnet:
Moleküle der Chlorella-Alge haben die Fähigkeit Schwermetalle zu binden, wie z.B. Blei, Kadmium oder Quecksilber, sowie andere Giftstoffe und können somit die Auf-nahme dieser Gifte im Darm verhindern. Chlorella regt das Wachstum der Darmflora an und stärkt die Abwehr. Chlorella wird eingesetzt zur Schadstoffausleitung, Entschlackung, und Verbesserung der Darmflora. Um die Aktivität auf der Darmebene zu erhöhen, wird Chlorella gern mit Anis, Minze, Melisse, Wacholder, Enzian und anderen Pflanzen kombiniert. Ziel ist eine Verbes-serung der Magen-Darm-Passage und der Schlackenausscheidung.
Fenchel (Foeniculum vulgare Mill.)
Fenchel ist eine Gemüse-, Gewürz- und sehr alte Heilpflanze. Für die Naturheilkunde ist von den 3 bekannten Arten besonders der Bitterfenchel (auch Wilder Fenchel genannt) wichtig.
Verwendet wird überwiegend der Samen und manchmal auch die Wurzel. Fencheltee wird auch gern wegen seines aromatischen Wohlgeschmacks getrunken. Fenchel enthält viele verschiedene ätherische Öle sowie Kieselsäure, Mineralsalze und Vitamine.
Dem Fenchel werden folgende Eigenschaften zugeordnet:
harntreibend, krampflösend, antibakteriell, entspannend, schleimlösend.
Er wird eingesetzt bei Blähungen, Verdauungsschwäche, Magenbeschwerden, Halsinfektionen und Erkältung.
Gelber Enzian ( Gentiana lutea L.)
Der Gelbe Enzian ist eine typische Gebirgspflanze und ist inzwischen sehr selten geworden, steht deshalb unter Naturschutz. Verwendet wird die Wurzel. Der Enzian enthält große Mengen an Bitterstoffen, sowie unter anderem Inulin und Zink.
Ihm werden folgende Eigenschaften zugeordnet:
verdauungsanregend, antibakteriell, Steigerung der Abwehrkräfte, stärkt die Blutgefäße
Gelber Enzian wird vorwiegend eingesetzt bei Verdauungsschwäche, Leberfunktions-schwäche, gegen Müdigkeit und gegen Darmparasiten.
Gletscher-Edelraute (Artemisia glacialis L.)
Die Gletscher-Edelraute ist eine Hochgebirgspflanze der zentralen Westalpen und kann in Höhen von bis zu 3.800 Meter gedeihen. Es werden die Blätter verwendet.
Ihr werden folgende Wirkungen zugeordnet:
Leberanregend, galletreibend, verdauungsfördernd, krampflösend, durchblutungsfördernd, beruhigend.
Die Edelraute wird eingesetzt zur Verdauungsförderung, Verbesserung des Leberstoffwechsels, Entgiftung.
Große Klette (Arctium lappa L.)
Beheimatet in Eurasien und Nordafrika. In der traditionellen Volksheilkunde finden die getrockneten Wurzeln der großen Klette Anwendung. Die Klettenwurzel enthält Lignane, Inulin, ätherische Öle.
Es werden ihr folgende Eigenschaften zugeordnet:
harntreibend, blutreinigend, entgiftend, schweißtreibend, leberstärkend, galletreibend
Sie findet Anwendung bei Gelenkrheuma, Lebererkrankungen, Wechseljahrs-beschwerden, Hautleiden, Furunkeln, Abszessen, Ekzemen.
Löwenzahn (Taraxacum officinale L.)
Bei uns heimisch, bekannt auch als „Pusteblume“. Verwendet wird das ganze Kraut (Wurzel, Blätter und Blüten). Der Löwenzahn enthält Inulin, Cholin, Triterpene, viel Kalium, sowie Bitterstoffe. Es werden ihm folgende Eigenschaften zugeordnet:
Blutreinigend, leberanregend, entwässernd, leberstärkend, galletreibend, leicht blutdrucksenkend.
Löwenzahn wird eingesetzt zur Entschlackung und Blutreinigung, Förderung des Leberstoffwechsels und der Verdauung, bei Bluthochdruck und Nierenstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen
Rhabarber (Rheum officinale Baillon)
Auch „Chinesischer Rhabarber“ genannt. Er ist heimisch in verschiedenen Regionen Tibets und Chinas, sowie in Burma. Der bei uns angebaute Rhabarber hat keine therapeutische Wirkung. Verwendung findet die Wurzel. Sie enthält Anthrachinone, Gerbstoffe und Flavonoide. Der Rhabarberwurzel werden folgende Eigenschaften zugeordnet:
Abführend, leberreinigend, galletreibend.
Ihr wird ein günstiger Einfluss auf die gestörte Tätigkeit der Darmschleimhaut nachgesagt. Sie wirkt harmonisierend auf den Stuhlgang und die gesamte Verdauung, vernichtet schädliche Pilze und Bakterien im Darm.
Schwarzer Rettich (Raphanus sativus L. var. niger Miller)
Schon im alten Ägypten als Heilpflanze bekannt, auch in mittelalterlichen Klöstern als Heilpflanze angebaut. Verwendet wird die Wurzel. Sie enthält Senfölglykoside, ätherisches Senföl, Mineralstoffe, Vitamine, Enzyme. Dem Schwarzen Rettich werden folgende Eigenschaften zugeordnet:
Stoffwechselanregend, schleimlösend, magensaftanregend, antibakteriell, entwässernd, Adstringierend, blutreinigend, pilzhemmend,
Er wird eingesetzt bei Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden, Nieren- und Gallengries, Leber- und Gallebeschwerden, zur Entschlackung.
Wacholder (Juniperus communis L.)
Bei uns heimisch, wildwachsend vor allem in der Lüneburger Heide.
Verwendet werden die Beeren. Sie enthalten Bitterstoffe, Flavonoide, ätherisches Öl. Es werden dem Wacholder folgende Eigenschaften zugeordnet:
Harntreibend, blutreinigend, schweißtreibend, stoffwechselanregend, antibakteriell, entgiftend.
Er wird eingesetzt zur Belebung des ganzen Stoffwechsels, zur Entwässerung, zur Entschlackung, bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Ödemen, Gelenkschwellungen, bei gichtig-rheumatischen Beschwerden oder Migräne, Menstruationsbeschwerden.
Zubereitung:
Sie können sich die einzelnen Zutaten besorgen und selbst mischen oder gleich in der Apotheke mischen lassen. Einfacher und schneller geht es mit fertigen Kräuterkonzentraten, wie z. B. Depurativo, Diurline oder Essence de Fleurs von Balestra & Mech. Diese Firma hat eine 100jährige Tradition und Erfahrung in der Zubereitung von Kräuterprodukten ohne Alkohol, ohne Zuckerzusatz und ohne Konservierungsstoffe. Mit diesen flüssigen Kräuter-Konzentraten und Wasser (warm oder kalt) können Sie in wenigen Sekunden einen guten Kräuter-Drink mixen.
Weitere Informationen ...... hier klicken